MacWood (provisorisches Forum)
#1

Geschichten aus dem Krieg

in Intime 17.12.2009 09:56
von Fenrir Mac na Coílle • 95 Beiträge

Kalt war die Nacht, als weit am Horizont die Segel der Drachenschiffe an der Küste Alba’s gesichtet wurden. Ihr Ziel war der Firth of Forth, nahe der Stadt Eoferwic. Feuer und Stahl wurde über das Land getrieben und die Menschen wurden sich der wachsenden Gefahr sehr schnell bewusst. Zur gleichen Zeit herrschte in Eirá der Krieg zwischen den Celtoi und den Angeln aus Britannien. Viele Krieger Alba’s waren dem Ruf ihrer irischen Brüder gefolgt und das Land hinter dem Firth lag den Wikingern auf einem Tablett serviert. Nun diese Geschichte liegt etwas in der Vergangenheit, ihr verehrten, Zuhörer sollte das aber im Hinterkopf behalten. Keine Geschichte kann ohne eine Vergangenheit erzählt werden.
Wir befinden uns in einer Zeit in der, der Krieg die grünen Hügel Alba’s heimsucht. Das römische Imperium hat sich mit seinen Legionen schon vor Jahren von den Inseln zurückgezogen. Und zurück blieb ein zerrüttetes Land, dass lange Zeit am erstarken war, nachdem es fast 200 Jahre Krieg über sich ergehen lies. Im Norden herrschen immer noch die Pikten, mit denen jedoch Frieden geschlossen wurde. Nachdem sie von den Caledoniern blutig geschlagen wurde.
Vor vielen, vielen Monden begann die große Plage, die aus Stahl, Feuer und Fleisch bestand. Das Unheil traf zuerst die an den Küsten gelegenen Gehöfte und kurz darauf standen sie einer Festung, die von hohen Tannen umgeben war, gegenüber. Ihre Hänge fielen zu allen Seiten hin steil ab und man sah, dass sie schon einmal eine Ruine gewesen ist. Doch trotzdem war sie in einem wehrhaften Zustand. Es führten nur zwei Wege zu diesem kleinen Bollwerk, diese konnten durch Bögen und Wurfspeere verteidigt werden und die Wikinger fürchteten den tödlichen Regen der auf sie hernieder prasseln könnte.
Sie sandten Späher aus. Doch was die zu berichten hatten, glich dem Todesurteil des Stammes der dort ansässig war. Die Mac na Coílle (Mac Wood). Die Mac na Coílle waren ein eigensinniger Haufen. Einst waren sie Räuber gewesen, wild zusammen gewürfelte Männer die allesamt eine neue Heimat suchten und natürlich schnell reich werden wollten. Die Nornen bescherten dem Stamm jedoch ein anderes Schicksal. Sie entwickelten sich zu einem Clan, der sich nicht nur auf dem Schlachtfeld einen Namen gemacht hat, sondern sich auch in dem Gefüge der anderen Clans seinen Platz erkämpft hat. Sie gaben den Göttern ihr Versprechen, den Wald in dem sie leben zu beschützen. Dies passierte vor vielen, lang vergangenen, Monden und es begab sich, dass sie sesshaft wurden und ihren täglichen und nicht alltäglichen Aufgaben nachkamen. Sie waren, oder sind vielmehr, sehr kriegerisch, aber auch genau so unbedacht in vielen Dingen. Sie folgten den Ruf der Iren und zogen in den Krieg, unter Anderem auch weil ihr damaliger Anführer Darion O’ Rottahrdt dem lieblich- grausigen Gesang der Schlacht nicht wieder stehen konnte. Nun sie ließen ihre Feste, Erin’s Tigh, mit nur Wenigen zurück und machten sich auf die Reise nach Eira um dort ihren Schrecken unter den Angeln zu verbreiten. Aber die Gefahr lauerte Daheim und sie vermochten es nicht kommen zu sehen.
Und das war es, was die Späher sahen, sie sahen eine fast unbewachte Burg. Nur ein paar Wenige, vielleicht 50 Freie und 3 Schildträger waren auf der Burg um den Wiederaufbau fortzuführen. Die 300 Mann am Fuße des Tannenbergs wussten, dass sie diese Festung nehmen mussten, solange sie ungeschützt war.

Das war der Beginn des Sachsenkrieges!!

Und der Krieg begann und kam mit einem großen Hammerschlag, den der Donnergott der Nordmänner selbst geführt haben muss.
Die Schlacht um Erin’s Tigh begann im Morgengrauen. Die Wikinger, die aus Sachsen und dem Dänenland zu stammen scheinen, bereiteten ihren Schlag gründlich vor. Bis zur Wachablösung hatten sich die fähigsten Männer bis dicht an die Mauer heran geschlichen. Es war kein Segen der Götter nötig um die schlaftrunkenen Knaben zu überwältigen, die zur Sauwache eingeteilt worden waren.
Feallón, einer junger Schildträger, diente einem Krieger, den sie Fenrir nannten. Er hatte von seinem Herrn viel gelernt und kannte die Feste wie sein eigenes Lager und wusste in dem Moment in dem er aus einer Hütte hervor trat das etwas nicht stimmt. Er hatte nichts, außer seiner Hose an und doch gürtete er seine Waffen und schlug Alarm.
Kaum hatte er seinen Schrei ausgestoßen, hörte er den vertrauten Ton von Kettenhemden und schwerer Kampfausrüstung. Die Nordmänner sprangen über die Balistraden und kamen wie die Heuschrecken.
Der Tod hatte auf Erin’s Tigh Einzug gehalten und zeigte sein grausiges Gesicht.
Feallón sprang den ersten Gegner an. Es war riesenhafter Mann mit langem Bart, sein Gesicht wurde von einem Brillenhelm verdeckt. Er holte aus und wollte dem jungen Schotten sein Breitschwert auf den Kopf niederfahren lassen. Der jedoch tauchte unter dem Streich hindurch und es gelang ihm, dem Nordmann sein Kurzschwert in den Wanst zu treiben. Dieser fiel mit einem Röcheln zu Boden und ging seinen Weg in die Totenhalle. Feallón befreite seine Klinge und griff nach dem Schild des Erschlagenen. Zwei weitere Männer mussten Sterben, bevor er sich den Weg auf den Hauptplatz der Festung frei gekämpft hatte.
Dort angekommen sah er das Ausmaß des Schreckens. Seine Freunde hatten zäh gekämpft und die letzten versuchten verzweifelt ihren Schildwall aufrecht zu erhalten. Der Rest lag erschlagen umher. Aufs Grausamste zugerichtet würden sie die Pforten zur Anderswelt durchschreiten. Das Plündern hatte bereits begonnen und die Nordmänner hackten immer weiter auf den Schildwall ein. Bis er schließlich unter den Schlägen der Nordmänner zerbrach. Die jungen Männer fuhren auseinander und jeder versuchte nur noch sein eigenes Leben zu retten. Feallón sah sich nicht im Stande seine Brüder zu einem erneuten Schildwall zusammen zu bringen. Die Frauen und Kinder die auf der Feste lebten versuchten, den Vergewaltigungen und der Sklaverei, zu entkommnen. Sie suchten einen verstecken Pfad auf, der von der Feste hinunter führte. Der Anführer der Nordmänner, ein Däne namens Asagrim, schickte einen Trupp von 20 Mann um die Fliehenden aufzuhalten. Feallón wusste das er sich entscheiden musste, ob er nun seine eigene Haut rettet oder den Hilflosen zur Hilfe kommt, was seinen sicheren Tod bedeutet. Im ganzen Innenhof lagen die blutigen Leichen der getöteten Celtoi. Wären die Krieger mit ihrer kleinen Streitmacht doch nur in der Feste geblieben, anstatt auf den Schlachtfeldern Eiras Ruhm zu ernten.
Der junge Schildträger besonn sich auf das was ihm von seinem Herrn mitgegeben wurde und machte sich rasch daran den Flüchtlingen zur Hilfe zu kommen. Jedoch ließ ein Schrei sein Mark gefrieren. Die jammernde Stimme klang vertraut. Nimue, mit der er an Beltane noch über das Feuer gesprungen war, befand sich in den Händen des Anführers Asagrim. Der junge Hetmann entging nicht das Feallón stehen blieb und bei allen Göttern, er wusste warum. Das Herz des Jungen gehörte der wunderschönen Nimue. Die mit ihren zarten 15 Sommern nicht wusste was ihr widerfahren würde.

„Diese Metze gehört also dir Junge?“,

lachende sah Asagrim hinüber zu Feallón.

„Lass sie gehen“,

war das Einzige was der Junge hervor brachte. Der Wikinger verhöhnte ihn und bot ihm an um das Leben des jungen Mädchens zu kämpfen. Feallón schloß die Augen und konzentrierte sich. Innerhalb des Bruchteils eines kleinen Augenblicks wurde ihm klar was er zu tun hatte, wenn er seine Ehre und das Leben seiner Liebsten retten wollte.

„Ich verlangen einen Schwur, der dich an dein Versprechen bindet“ sagte Feallón, dem Angst einflößenden Wikinger.

„ Du stellst eine Forderung? Nun wie ich sehe ist nicht alles was sich über euch erzählt wahr. Ich hörte ihr, Kelten würdet sogar eure Ahnen verraten um eure eigene Haut zu retten. Du liebst dieses Mädchen also. So ist es doch, oder?“.

Asagrim sah Feallón fest in die Augen und der Junge hielt dem Blick stand und antwortete, in der Sprache der Nordmänner, mit fester Stimme:

„ Aye! Du hast Recht Krieger des Nordens! Meine Liebe gilt dieser Frau und wenn ich mein Leben für sie Opfern muss, dann würde ich erhobenen Hauptes in die Anderswelt übergehen. Du bekommst deinen Kampf und glaube mir, du magst mich vielleicht töten aber ich werde dir eine Narbe hinterlassen die dich dein ganzes Leben lang an mich erinnern wird. Schwöre mir bei deinen Göttern, dass du sie und die restlichen Frauen mit ihren Kindern laufen lassen wirst. Ein Versprechen an die Götter ist etwas Heiliges, dass nicht gebrochen werden darf!!“.

Überrascht von dem Mut des jungen Kelten wusste Asagrim nicht recht was er mit ihm anfangen sollte. Er war bekannt für seine ehrenvollen Ansichten und außerdem hatte er noch nie ein Duell nicht angenommen, warum also sollte er eine Ausnahme machen. Die andern Wikinger die drum herum standen fingen laut an zu lachen, doch Asagrim ermahnte sie zur Ruhe.

„Wie ist dein Name?“.

„Feallón.“.

„Also Feallón, wie ich sehe hast du wesentlich mehr Ehre in dir als einige meiner eigenen Männer. Dein Tod für das Leben deiner Leute. Wie Nobel. Ich bin geneigt dem zuzustimmen. Was aber kannst du mir anbieten, was ich mir nicht schon längst genommen habe?“.

„Ich kann dir nichts anbieten was du dir nicht selbst nehmen könntest. Nimm diese Feste, erobere dieses Land, aber gib diesen armen Leuten eine letzte Gelegenheit dem Schrecken zu entgehen. Ich bin Schildträger im Dienste eines Kriegers, der mich gelehrt hat immer das richtige zu tun, auch wenn es den eigenen Tot bedeutet. Ein Krieger kämpft nicht für sich sondern für seinen Clan und seinen Herrn. Aber als allererstes immer für seinen Clan und deswegen stehe ich vor dir als letzter Mann auf Erin’s Tigh und fordere mein Recht und das Recht meines Clans um unser Leben kämpfen zu dürfen. Ich nehme deine Herausforderung an und erwidere sie, wenn du und ich auf die Götter schwören, dass ihnen nichts geschieht“

„Ich achte Männer wie dich und aus diesem Grund werde ich deinen Forderungen nachgeben. Dein Körper jedoch gehört mir wenn ich siege, deine Leute dürfen ihn nicht mit von dieser Feste nehmen.“

Asagrims Männer begannen zu protestieren. Sie hatten bereits das Vergnügen vor Augen gehabt, dass sie mit den jungen Keltinnen hätten haben können. Der Hetmann wandte sich zu seinen Männern und rief:

„Hat irgendeiner von euch Maden Zweifel an meiner Entscheidung?“

Snorre, ein alter Trunkenbold, der aber ein exzellenter Kämpfer war und von fast allen gefürchtet wurde, trat vor und wollte grad anfangen zu sprechen. Doch plötzlich schnellte Asagrims Sax hervor und schlitzte ihm die Kehle auf. Blut spritzte aus der klaffenden Wunde und Snorre letzte Bewegung war der Griff nach seinem Schwert, damit er in die goldenen Hallen von Valhalla einfahrt halten konnte. Röchelnd ging er zu Boden und starb.
Es kehrte Ruhe unter den Nordmännern ein. In kleiner Entfernung konnte man sehen wie die Gefangenen auf den Hof gebracht wurden.

„Wenn es noch einmal einer von euch wagt mich in Frage zu stellen, schwöre ich bei meinen Ahnen werdet ihr einen schmachvollen Tod sterben und nicht wie Snorre die Gelegenheit dazu haben nach Valhalla zu gelangen.“

Ein Großteil der Männer machte sich nun daran, die Feste nach Kostbarkeiten zu durchsuchen. Asagrim wandte sich wieder Feallón zu.
Er schlitzte sich die Hand auf, ließ das Blut zu Boden tropfen und sprach folgende Worte:

„Huginn und Munin, Raben des Allvaters, seit meine Zeugen und tragt meinen Schwur hinauf nach Asgard. Den Kelten soll nach dem Kampf die letzte Chance geboten werden ihr Leben und das ihrer Liebsten zu retten!“

Feallón schaute gen Himmel, griff an sein Amulett, das dem grünen Mann geweiht war, und murmelte still vor sich hin.

„Nun Kelte bist du wirklich bereit gegen mich im Holmgang anzutreten?“

„Aye“,

Feallón Konzentration steigerte sich immer weiter. Jede Sehne seines Körpers war zum bersten gespannt und erwartete das todbringende Schwert des Nordmanns.
Asagrim trat vor und hielt dem Jungen sein Schwert entgegen.

„So soll es nun beginnen, die Götter mögen unsere Zeugen sein, dass zwei ehrenvolle Männer im Holmgang gegeneinander antreten.“

Asagrims Männer murrten immer noch hinter gehobener Hand. Doch keiner von ihnen würde es wagen sich gegen ihren Herrn zu erheben. Sie achteten ihn. Er war der geborene Kämpfer, unter seiner Führung hatten sie noch nie eine Schlacht verloren und er war großzügig zu ihnen gewesen. Von daher stellten sie sich um die zwei Kämpfer und bildeten einen Kreis, der den Kampfplatz darstellte.
Sie kreuzten die Klingen und der Kampf begann:
Feallón führte seinen ersten Schlag, den der Nordmann mühelos parierte und direkt zum Angriff überging. Er deckte den Jungen mit einer Reihe von Schlägen ein. Die Männer johlten und feuerten ihren Hetmann an. Feallón taumelte und es sah so aus, als würde der Kampf ein schnelles Ende nehmen. Doch er konnte sich wieder fangen und ging zu einem Angriff über, der diesmal Asagrim zum straucheln brachte. Er hatte schon viele Kämpfe erlebt doch dieser kleine Kelte war eine wahre Herausforderung. Der Kampf zog sich eine ganze Weile ohne, dass einer der Beiden sich einen Vorteil erkämpfen konnte. Doch am Ende sollten Kraft und Ausdauer des schlachterfahrenen Nordmanns für eine Entscheidung sorgen. Feallón wurde langsamer und besiegelte somit sein Schicksal. Das Schwert des Nordmanns kam mit einer Wucht und einer Schnelligkeit auf den jungen Mann zu, dass dieser Mühe hatte sie abzuwehren und seinen Tod noch weiter hinaus zu zögern. Asagrim umgab ein kleiner Moment der Unachtsamkeit und das war der Moment in dem Feallón sein Versprechen wahr machte. Er glitt unter dem Schwert des Angreifers weg und fand eine Lücke in die er zustoßen konnte. Sein Schwert schnellte nach vorn und hätte Asagrim die Attacke nicht kommen sehen wäre er in die Halle seiner Ahnen aufgestiegen. Feallón trieb seine Klinge durch den linken Oberarm seines Gegners. Asagrim taumelte, mit schmerzverzerrten Gesicht, rückwärts und konnte sich fast nicht mehr auf den Beinen halten. Einer seiner Männer sagte:

„Herr macht Schluss damit! Gebt ihm einen schnellen Tod und beendet dieses Spiel!“

Für gewöhnlich hätte Asagrim diese Bemerkung schmerzhaft gesühnt, doch hatte der Mann Recht. Er konzentrierte sich für einen letzten Schlag, als Feallón mit wildem Schrei auf ihn zu sprang. Asagrim umwanderte Feallón, so dass das Genick des Jungen seinem Schwert ausgeliefert war. Er schlug mit einer übermenschlichen Kraft zu und trennte dem jungen Kelten den Kopf von den Schultern. Nimue begann zu schreien und fürchterlich zu weinen.
Asagrim sackte zusammen. Sein Arm blutete unablässlich, ein Heiler kann ihm zu Hilfe.

„Lasst die Frauen und Kinder gehen!! Sie bekommen zwei Tage Vorsprung!“

Er wandte sich noch einmal der Leiche des jungen Kelten zu und sprach:

„Feallón von der Tannenfeste. Ich hoffe deine Ahnen haben dich würdig empfangen. Ich stehe zu meinem Schwur und lasse deine Leute und deine Liebe ziehen.“

Mit diesen Worten kippte er nach hinten und schlief augenblicklich ein…


Nur die Nornen kennen der Welten lauf...

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#2

RE: Geschichten aus dem Krieg

in Intime 11.01.2010 12:39
von Fenrir Mac na Coílle • 95 Beiträge

Es regnete mal wieder, als Asagrim seinen letzten Rundgang machte und die Wachen kontrollierte. Schwermut lag auf seiner Seele und er wusste auch genau woher diese kommt. Er hatte nie darüber nachgedacht was Freiheit wirklich bedeutet, aber wie die Nornen numal sind haben sie ihm in Mitten der Kriegswirren eine Offenbarung geschenkt.
Er überbrachte den Kelten das Anegbot seines Königs, natürlich haben sie es ausgeschlagen und das war auch nicht anders zu erwarten. Früher hätte ihn das gewundert, doch seitdem er den König, eines Stamms der sich MacLog nennt, kennengelernt hat wundert ihn das nicht mehr. Dieser Logan sprach von einer Freiheit an die er nicht in seinen kühnsten Träumen gedacht hätte.
Er kam zu einer alten Eiche und setzte sich unter sie. Müdigkeit umwandelte ihn. Er hatte den ganzen Tag damit zugebracht seine Männer auf die bevorstehende Aufgabe vorzubereiten. Lüdeger unterstellte ihm ein Entsatzherr von 2000 Mann, mit seinen Speeren an der Spitze. Dieses Heer soll den letzten Wiederstand der Celtoi brechen!
Er nahm einen Lederschlauch und setzte diesen an seinen Mund. Der Met rann seine Kehle herunter und als er da so saß und nachdachte wurde ihm bewusst, dass er diese Freiheit die in diesem fremden Land herrschte erreichen wollte. Vielleicht war das der Weg den die Spinnerinnen für ihn vorgesehen haben...

"Asagrim"...sprach er leise vor sich hin... "hör auf damit!! Du bringst dich und deine Familie noch an den Abgrund von Hel's Totenreich."

Er ist Krieger, ein Schlachtendämon und liebender Vater zugleich. Wie könnte er seiner kleinen Fenja je wieder in die grün schimmernden Augen schauen, wenn sie erfährt was ihr Vater für Schrecken verbreitet hat. Aber er hat sich für den Krieg entschieden, dass ist sein Handwerk und darin ist er ein Meister. Er ist Schlächter, Schlitzer, Blutvergießer. Und mit den Bildern der grausigen Schlacht vor Augen, die ihm trotz allen Zwiespalts ein Lächeln auf die Lippen setzten, schlief er ein.

Donnergrollen zog über den Himmel, als er aus einem nicht besonders tiefen Schlaf erwachte. Es war tief in der Nacht und das einzige was noch zu sehen war, waren die Speere der Wachen und die Feuer, die den Männern in dieser scheußlichen Nacht ein wenig Wärme gaben. Er schüttelte sich und blickte umher. Nicht weit von hier gab es einen alten Hain, an dem die Kelten ihren Göttern geopfert haben.

"Wenn ihre Götter an einem solchen Ort mächtig ind, warum sollen es die meinen nicht sein"...überlegte er laut und machte sich auf in Richtung des Hains.
Finster war der Weg, der ihn über einen kleinen Pfad tief in den Wald führte. Angst überkam ihn, er spürte die Anwesenheit uralter Geister, doch zwang er sich weiter zu gehen. Er fasste sein Hammeramulett und stieß auf eine Lichtung. In ihrer Mitte stand eine Menhir, ein Überbleibsel aus uralter Zeit- älter noch als die Kelten oder seine eigenen Vorfahren. Der Stein war umgeben von alten Eichen, der Nebel umarmte sie und ein Blitz, den der Zerschmetterer selbst geschickt haben muss, erhellte für einen kurzen Augenblick die kleine Lichtung. Er trat vor den Stein, verneigte sich und ging auf die Knie. Er opferte der Rest seines Mets und fing an zu beten:

"Oh ihr Asen, Wanen, Weltumspanner. Mich wurde immer gelehrt das Richtige zu tun und euch zu ehren. Ehren tue ich euch, dass beweise ich mehr als manch anderer. Was ist richtig? Was ist falsch? Ich habe eine Aufgabe und habe gleichzeitig Angst zu versagen, weil mein Herz nicht stark genug ist."...es schien als würde die Nacht noch dunkler werden, er nahm eine kunstvoll gearbeitete Fibel hervor, grub ein kleines Loch und opferte diese den Mächten die hier hausten..."Beistand ist das, was ich erbitten möchte und natürlich bin ich bereit den Preis zu bezahlen."

Ein weiteres mal wurde der Himmel von einem mächtigen Blitz erhellt. Asagrim fuhr herum... schemenhaft zeichneten sich drei Gestalten im Nebel ab. Kunstvolle Zeichen schmückten ihre Gesichter. Er wusste, dass diese Gestalten keine Meschen waren und verneigte sich eine weiteres mal. Bevor er was sagen konnte, erhob eine der Gestalten seine Stimme, aber es schien als würden sie gleichzeitig reden.

"Asagrim...du wagst es in diesen Hain zu kommen und deine Götter anzurufen? Weißt du überhaupt, was das alles bedeutet? Warum ihr hier seid?"...er wollte was sagen, doch es war als sei seine Zunge nicht im Stande einen Ton hervorzubringen...
"DIR- Schlächter aus dem Sachsenland steht ein festes Schicksal gegenüber. Dein Faden ist bereits gesponnen. Die Frage ist nur: Wir erreichst du deine Bestimmung? Folgts du dem breiten Weg der dich fast direkt an dein Ziel führt, oder gehst du den Verborgenen?"...mit diesen Worten waren die Gestalten wieder entschwunden.

Er brach zusammen, zwei Raben flogen über sein Haupt und nahmen ihren Weg zum Allvater. Schwer kam er wieder auf die Beine. Was waren das für Gestalten? Waren es die Nornen, Geister der Kelten oder doch etwas ganz anderes? Er war sich sicher, das der Listenreiche anfing ein Spiel mit ihm zu spielen und er hatte keine andere Wahl als dieses Spiel anzunehmen. Erfüllt von Angst und mit unfassbaren Kopfschmerzen taumelte er zurück in sein Lager und legte sich schlafen. Er wird seine Kraft brauchen, den ab dem morgigen Tag zieht er aufs neue in den Krieg um seinem Schicksal ein Stück näher zu kommen.

Als es hell wurde, kam einer seiner Männer in sein Zelt um ihn zu wecken. Schlaftrunken trat er aus seinem Zelt, wusch sich kurz ab und rief seinen Kriegerrat zusammen...


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#3

RE: Geschichten aus dem Krieg

in Intime 11.01.2010 12:39
von Fenrir Mac na Coílle • 95 Beiträge

Der Rat trat zusammen und Asagrims Männer waren neugierig zu erfahren, wie ihr Heerführer nun weiter vorgehen will. Er konnte sich noch nicht richtig konzentrieren die Nacht hatt doch tiefere Spuren hinterlassen als er gedacht hat. Ihm ging einfach nicht aus dem Sinn, wer diese Wesen waren die ihn an dem Hain heimgesucht hatten.
Wie auch immer, nun ist es an der Zeit an seine und die Zukunft seines Heeres zu denken, wobei er in Gedanken auch immer wieder in seine Heimat abschweift. Die Knechte brachten ein üppiges Frühstück zu den Hetmännern. Sie tranken uns aßen. Als sie fertig waren, übernahm Asagrim das Wort:

"Männer, Freunde, Schlachtgefährten. Viele Kämpfe wurden von uns geführt und viele haben wir gewonnen. Doch so hold die Götter uns bis jetzt waren, sage ich euch das wir vorsichtig sein müssen! Die Kelten sind in einer aussichtslosen Situation und ihr Schicksal scheint fats besiegelt...",

die Männer klopften auf die Tische, doch Asagrim mahnte sie zur Ruhe und sie folgten seinem Befehl.

"...doch vergesst nicht: sie sind Kriegr mit Leib und Seele und ihre Götter geben ihnen eine Schier unendliche Kraft, denkt nur an die verlorene Schlacht im letzten Herbst. Bis jetzt hatt sich einiges verändert! Sie sitzen in ihren Bergen und warten auf uns das spüre ich. Und ihr alle wisst, dass ich mich noch nie geiirt habe. Wir müssen sie in die Ebenen in der Nähe der Tannenfeste locken, dort können wir sie aufreiben und ihr Schicksal besiegeln!"

einer der Männer ergriff das Wort: "Herr, was bringt dich zu der Annahme das sie sich aus ihrer Zuflucht hinauslocken lassen? Ich an ihrer Stelle würde auf uns Warten und einen Hinterhalt vorbereiten."

"Du hast natürlich recht Hagen, aber glaube mir sie werden kommen. Als ich das Angebot unserer Könige überbrachte lernte ich ihren König kennen. Dieser Logan ist ein Krieger der nicht zurückweichen wird und ich bin mir sicher das er keine Herauforderung ausschlagen wird! Sie werden kämpfen und wir werden ihre Schildwall zum zerbersten bringen. Wir sind die Wölfe sie sind die Schaafe! Denke immer daran verehrter Hagen!"

Asagrim stand auf und schaute jedem seiner Männer fest in die Augen, dann sprach er weiter:

"Wir werden sie fordern und sie so genau dort hinbekommen wo wir sie haben wollen. Sie bringen vielleicht tausend Mann zusammen, wobei ich nicht weiß was mit den Pikten ist. Ich bin mir jedoch sicher das dieses Weibsbild von Morlea sich mit ihnen Verbündet hatt! Wir müssen also mit mindestens 1500 Kämpfern rechnen!! Dieses Heer ist die letzte Chance die dieses Land hatt, zerschlagen wir es, dann können wir dieses Land unser eigen nennen! Eine Entscheidung muss herbei und diese Entscheidung wird in den nächsten Tagen fallen! Wir wrerden mit einer heftigkeit zusschlagen, dass das dröhnen unseres Schlachtengesangs bin nach Asgard hinauf reicht, wir sind die Wölfe, die Ulfhedin, Krieger dem Wotan geweiht bereit für grimme Taten und Blutvergießen!!
Doch eins sage ich euch noch: Diese Kriger haben viel Ehre in sich und ich erwarte von jedem der unetr meinem Kommando kämpft, dass er ihnen die selbe Ehre entgegen bringt. Es ist mir egal was die Dänen machen, was Hengwulf macht. Wir werden diese Schlacht den Göttern zu Ehren schlagen und ein jeder von euch weiß was das bedeutet. Frauen und Kinder werden verschont und nicht angerührt!! Das ist ein Befehl!!!"

Ein Murren wurde Laut, Asagrim wusste von wem es kommt. Tjodalv, ein Mann der für seine Grausamkeit, vor allem nach der Schlacht, berühmt ist machte Anstallten das Wort zu erheben. Doch ehe er was sagen konnte, spürte er die Hand seines Herrn um seinen Hals. Er grunzte etwas vor sich hin:

"Asagrim, großer Asagrim du wirts weich du verdammter Bastard! Du sagtest selbst sie sind die Schaafe wir die Wölfe und Schaafe werden gerissen!!",

Asagrim drückte fester zu. Seine Muskeln traten hervor und er war kruz davor diesem Wurm in Hel's Abgrund zu schicken. Doch er besonn sich eines besseren. Er schlug Tjodalv ins Gesicht und setzte sich auf ihn, zog sein Messer und schnitt ihm die Zunge raus. Keiner der Anderen tat etwas dagegen. Sie kannten Asagrim und wussten das sie die nächsten sein würden, außerdem hatte er rechtt und Tjodalv besaß bei weitem nict den Respekt der Nötig gewesen wäre um sein Schicksal abzuwenden.
Mit bluttriefenden Händen stand Asagrim auf und schaute in die Runde, keiner sagte was, alle nickten. Er wies die Knechte an, den Verschmähten zus seinem Lager zu bringen und ihn verbinden zu lassen. Er hasste es so etwas zu tun, aber wäre er nachgiebig gewesen hätte er den Respekt der Anderen verloren und damit hätte ein niederer Mann seine Aufgaben bekommen und ihn von seinem Schicksal entfernt.

"Wer wagt es noch mich anzuzweifeln? Lüdeger gab mir das Kommando und wir führen diesen Krieg so, wie ich es für richtig halte!! VERSTANDEN!!! Eure Männer dürfen ihre Beute behalten, aber die Frauen und die Kinder werden diesmal nicht Teil der Beute sein!! Wenn diese Schlacht geschlagen ist, erwartet eure Männer mehr als nur das flüchtige Vergnügen mit einer Frau! Sie erwartet ein neues Land in dem es ihnen besser gehen wird, als daheim. Bringt den Kelten Respekt und Ehre entgegen und sie werden gute Untertanen sein!!"

Mit diesen Worten setzte er sich wieder.

"Also gut, ruft das ganze Heer zusammen, ich will vor ihnen sprechen und danach treffen wir uns wieder hier um die kommenden Aufgaben zu verteilen. Großes steht uns bevor meine Freunde. Unser Schicksal hat uns hierher gebracht uns es beginnt seinen Lauf zu nehmen."

Die Männer gingen aus dem Zelt zu ihren Truppen um diese zur Heerschau zusammen zu rufen. Asagrim selbst ging in sein Lager und setzte sich zu seinen Männern um noch ein wenig abzuschalten. Sie flacksten herum und für einen kleinen Moment wünschte er sich diese Aufgabe nicht übernommen zu haben...


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#4

RE: Geschichten aus dem Krieg

in Intime 11.01.2010 12:40
von Fenrir Mac na Coílle • 95 Beiträge

Asagrim stand auf einer kleinen Anhöhe und blickte auf sein marschbereites Heer. Der Anblick erfüllte ihn mit Stolz, er hatte schon viele Schlachten geschlagen, aber noch nie hatte er ein Heer in dieser Größe befehligt. Große Aufgaben stehen vor ihm und das warme Gefühl der bevorstehenden Schlacht kam in ihm auf...

er erhob seine Stimme, so dass ein jeder ihn hören konnte:

"Brüder, Freunde, Schlachtengefährten!! Unsere Stunde naht!! Die Götter haben uns auf dieses Land geführt und nun wollen wir ihnen zum Dank ein blutiges, ehrenvolles Opfer darbringen. Auf das eine jede unserer Seelen den Gang nach Valhall finden wird!! Stark sind unsere Feinde, doch unser Stahl wird siegreich sein! Lasst die Kelten nie vergessen wer die neuen Herren in diesem Land sind! Eure Hetmänner haben ihre Befehle erhalten! Erfüllt mich mit Stolz und ich werde euch reich dafür belohnen. Enttäuscht mich und ihr werdet den Weg in die ewige Dunkelheit gehen. Nehmt eure Schwerter, Äxte und Schilde zur Hand und erfüllt eure Ahnen mit Stolz sodass sie für einen jeden von euch einen Platz neben sich bereit halten. Es ist Wolfszeit, die Jagd hat begonnen!!! BLUT FÜR DIE ASEN!!!!!“

Die Männer gröhlten, schlugen auf ihre Schilde und ihr Schlachtengesang klang bis nach Asgard und darüber hinaus. Asagrim rief ein letztes mal, bevor sie ausziehen seinen Kriegsrat zusammen...


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